Muskulatur

Die Muskeln bilden dank ihrer Fähigkeit der Kontraktion (Zusammenziehen) die aktiven Elemente des Bewegungsapparates. Sie bestehen aus vielen einzelnen Zellen, den Fasern, in deren Plasma Eiweissfäden eingelagert sind. Das ist der Grund dafür, dass zum Aufbau von Muskeln Eiweiss benötigt wird (siehe Ernährung).

Der Mensch besitzt ungefähr 430 Muskeln. Diese machen zwischen 40 und 45 Prozent seines Körpergewichts aus. Nur sie haben die Fähigkeit, chemische Energie (Nährstoffe) in mechanische Energie (Kontraktion) umzuwandeln.

Ein Muskel arbeitet dabei nie allein. Er hat immer einen Gegenspieler, den Antagonisten. So stehen zum Beispiel am Bein die Strecker den Beugern gegenüber.

Beim Mountainbiken sind einige Muskeln bewegungslos, das heisst sie verrichten Haltearbeite. So fixieren Arm-, Nacken- und Rückenmuskulatur den Oberkörper und Kopf. Sie arbeiten statisch. Die Beinmuskulatur hingegen ist immer in Bewegung. Sie arbeitet dynamisch-konzentrisch. Konzentrisch heisst, dass sich der Muskel bei der Anspannung zusammenzieht. Beim Laufen hingegen arbeitet der Muskel auch dynamisch-exzentrisch: Das Körpergewicht muss bei jedem Schritt abgefangen werden. Dabei wird der Muskel heftig gedehnt. Wenn ein Mountainbiker eine Laufpassage hinter sich bringt, ist er diese Belastung nicht gewohnt: Es entstehen mikroskopisch kleine Muskelrisse, die allgemein als Muskelkater bekannt sind. Will man diese unangenehme Verletzung vermeiden, sollte man nebst dem Biken auch noch regelmässig andere Sportarten wie Lauftraining betreiben (siehe Verletzungen, Training).

 

langsame Muskelfasern

schnelle Muskelfasern

Farbe

rot

weiss

Kontraktion

langsam

schnell

Energieeffizienz

gut

schlecht

Einsatzbereich

Ausdauersport

Kraftsport

Trainierbarkeit

einfach

schwierig

Es unterscheiden sich zwei Muskelfaserarten: Die langsamen, roten und die schnellen, weissen Muskelfasern. Die weissen Muskelfasern können sich erheblich schneller kontrahieren als die roten und dienen darum der Schnellkraft. Die roten Fasern hingegen sind effizienter in der Umwandlung von chemischer in mechanische Energie und dienen der Ausdauerkraft.Die Verteilung der Fasern ist je nach Mensch anders. Die Verteilung bei Jugendlichen kann entscheidend sein, auf welche Sportart sie sich spezialisieren: Was man besonders gut kann, macht man auch gern. Durch Training können die rote Fasern in weisse bzw. weisse in rote umgewandelt werden. Es geht viel einfacher, Schnellkraftfasern (weiss) in Ausdauerfasern (rot) umzuwandeln. Darum lässt sich eine gute Ausdauer bedeutend einfacher durch Training erreichen als ein gutes Sprintvermögen.