Verhalten

Die Sportart Mountainbike ist in den letzten Jahren schnell aufgekommen und als Folge davon ist auch die Zahl der Benutzer von Wander- und Forstwegen stark angestiegen.

Naturgemäss führen die unterschiedlichen Fortbewegungsarten auch zu Konflikten.

Vergleichbare Konfliktsituationen trifft man bereits täglich auf den Strassen an: Wenn man als Velofahrer auf der Strasse unterwegs ist, stört man sich ab dem Gestank und dem Lärm der Autos. Wenn man dann am nächsten Tag im Auto sitzt, stört man sich an den Velofahrern, welche sich kein bisschen um die Verkehrsregeln zu kümmern scheinen. Das Überholen der Velofahrer empfindet der Autofahrer als Übel, während der Velofahrer sich über die schnelleren Autofahrer ärgert.

Viele Wanderer, Jogger oder Spaziergänger erschrecken häufig, wenn ein schneller Mountainbiker plötzlich ohne Vorankündigung an ihnen vorbeiflitzt, während sich einige Mountainbiker wahrscheinlich daran stören, dass sie ihre Fahrt verlangsamen müssen.

Doch ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es zu keinen Konflikten kommen muss, wenn man mit dem nötigen Respekt und Rücksicht unterwegs ist. Es hat genügend Platz für alle Gruppen!

Genauso sieht es die Vereinigung Schweizer Wanderwege SAW: „Grundsätzlich tritt die SAW für ein rücksichtsvolles und freundliches Mit- und Nebeneneinander von Wanderern und Mountainbikern ein.“

Neben dem Konflikt mit den anderen Wegbenutzern ergibt sich noch ein weiterer, nämlich mit der Natur. Pflanzen und Tiere können sich nicht über die ungeliebten Besucher des Waldes beklagen. Aber natürlich fühlen sie sich von den Spaziergängern, Hunden, Wanderern und Mountainbikern ebenso gestört.

Solange Mountainbiker auf Strassen und Wegen bleiben, verursachen sie wenig Schäden, heisst es zwar beim Bundesamt für Umwelt.

Trotzdem ist es wichtig, dass man sein Verhalten sowohl gegenüber den anderen Wegbenutzern als auch gegenüber der Natur anpasst.

Denn mit seinem Verhalten beeinflusst der Mountainbiker auch die öffentliche Meinung über die Sportart. Darum ist es für die Zukunft des Mountainbikens umso wichtiger, dass man sich an einige Grundsätze hält.

Ich habe 10 Grundsätze aufgelistet, an die sich jeder Mountainbiker halten sollte. Sie entsprechen teilweise den Verhaltens-Tipps des Bundesamtes für Umwelt und den Trail Rules, der IG MTB, die sich für die Interessen der Mountainbiker einsetzt.

Grundsätze

  1. Vortritt den Schwächeren
  2. Wege nicht verlassen
  3. Wegsperrungen respektieren
  4. Rücksicht auf Tiere nehmen
  5. Richtig bremsen
  6. Lieber absteigen
  7. Grüssen und Small Talk
  8. Tour gut vorbereiten
  9. Keinen Abfall hinterlassen
  10. ÖV benützen

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